Das neue grüne Liederbuch (Artikelnummer: 978-3-948502-27-0)

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Das neue grüne Liederbuch
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Zum Geleit

In Upflamör war's, im zu Ende gehenden Jahr 1954. Die Abende inmittenunserer forstlichen Jugend, man muß sie erlebt haben! Die Tage lang undanstrengend, bis zum Rand angefüllt mit Vorträgen, Diskussionen und Lehrwanderungen.Und die Abende, einer hinter dem anderen, auch lang, meistbis in die tiefe Nacht hinein angefüllt mit Red' und Gegenred', mit Scherzund Witz und - mit vielen Liedern: mit alten und neuen, mit Liedern von Waldund Jagd, von Heimat und vom Wandern, von Landsknecht und Student, vonKampf und Liebe; einstimmig, mehrstimmig, im Kanon und Rundgesang. Unddas sollte einmalig bleiben, vorübergehen und wieder vergessen werden?Nein und abermals nein! ---Und so entstand dieses Büchlein im Vorfrühling 1956. Eins von vielen. Allzuvielen? Ich glaube nicht. Es sollte uns liebgewordenes Liedgut sammeln, denLiedschatz von uns Älteren unserer Jugend weitergeben und uns wiederummit dem Liedergut unserer einstigen Nachfolger bekanntmachen. Es solltedie Texte fest- und bereithalten, auch über die erste Strophe hinaus für unsSchwaben! Und dann noch unsere Jagdsignale - die sollt Ihr alle recht baldkennen und verstehen lernen.Und nun singt Ihr Alten und Ihr Jungen! Singt in feierlicher Stunde und in froherRunde. Singt im grünen Waldrevier, wie bei Becherklang und Saitenspiel!Singt Euch die Müdigkeit aus dem Körper und den Kummer von der Seele!Singt dem grauen Alltag zum Trotz!Singt - bis das Horn auch uns das letzte Halali über's Grab klingen läßt!So dachte sich's an jenen Novemberabenden hoch oben auf der Schwäbischen Alb in Upflamör

EuerOberlandforstmeister Maier

Vorwort zur 16. Auflage vom 1.11.2018

Ein Jägerliederbuch umfasst Lieder mit einem unmittelbaren inhaltlichen Bezugzur Jagd. Dies sind im echten Sinn Volkslieder, denn sie werden heute nochim Volk und vor allem von den Jägern beim geselligen Beisammensein nachder Jagd, besonders „beim letzten Trieb“ ober bei jagdlichen Veranstaltungenspontan und dann meist ohne Instrumentalbegleitung gesungen. IhreInhalte schließen neben einer Beschreibung des Jägerhandwerks und desJägerlebens auch viele allgemeine Lebensweisheiten ein. Voraussetzung fürdas Singen ist der gute Zusammenhalt innerhalb der Jägerschaft zum Dankan das erlebte Ereignis, wenn alles gut gegangen ist. Das Singen umfasstebenso das Versprechen, auch in Zukunft das jägerische Tun in der Traditionder Väter weiter auszuüben.Was ist „Das grüne Liederbuch“?„Das grüne Liederbuch“ ist das im Jahre 1956 von Oberlandforstmeister Maier begründete und danach von Forstmeister Dr. Hugo Baumann, Tübingen-Bebenhausen, fortgeführte Jägerliederbuch. Es ist in Kreisen der Jägerund Förster zwischenzeitlich weit verbreitet, wie die Zahl der inzwischenerschienenen Auflagen belegen. So gilt es seit Jahrzehnten als dasJägerliederbuch schlechthin, ja es stellt ein Standardwerk dar. Darin sind diewesentlichen Lieder, die bei den Jägern und Förstern seit vielen Jahrzehntengesungen werden, aufgeführt. „Das grüne Liederbuch“ hat etwa 250 Seiten,enthält 363 Lieder und ist, wie die Zahl der inzwischen erschienenen 15 Auflagen belegen, das wohl am weitest verbreitete Jägerliederbuch im deutschen Sprachraum! Zum Auffinden der Liedtexte sind diese, wie in denfrüheren Ausgaben auch, alphabetisch und thematisch geordnet.AusgangspunktDas Ziel des Liederbuchs war und ist es nach wie vor, das von Försternund Jägern benutzte Liedgut zu festigen und in weiteren Kreisen bekanntzu machen, um auch einheitlich singen zu können. Denn viele Sängerinnenund Sänger steckten auch bei allgemein bekanntem Liedgut infolge derTextunsicherheit schon bei der zweiten Strophe fest. Doch ist das damaligeLiederbuch in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit noch aktuell? Während dieältere Jäger- und Förstergeneration Lieder, Melodien und gar mehrstrophigeTexte noch auswendig kannte, sind den jüngeren und ganz jungen Jägernund Förstern die Melodien und Texte eher selten bekannt. So kam die Ideezustande, nunmehr eine neue Ausgabe des Liederbuchs jetzt mit Noten inAngriff zu nehmen.

Zur 18. Auflage:

Die 18. Auflage wurde fast unverändert von der letzten Auflage übernommen. Der tiefere Sinn liegt in diesem Fall wieder darin, dass die Seitenzahlen der einzelnen Liedanfänge gleich geblieben und nicht verändert wurden. So  kann man getrost auf der Hütte ein Lied ankündigen, ohne bei der Bekanntgabeder Seitenzahl die jeweilige Auflage mit angeben zu müssen! Die größte Veränderungliegt aber bei der Hereinnahme der stets humoristischen Geilfus-Jagdbilder, die an die Stelle der historischen Fayencen, die aus dem Deutschen Jagdmuseum in München  stammten, als neuer Füllstoff für die Zwischenräume zwischen die einzelnen Lieder gesetzt wurden, damit das Liederbuch die gewünschte Struktur erhält bzw. sie stabilisiert. Der Herausgeber hofft,durch die Einbindung der Geilfus-Bilder das fröhliche Singen noch anspruchsvollerund angenehmer gestaltet werden kann!

Tübingen, 01. Dezember 2023

Prof. Dr. Walter Jäger

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